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Die Anfänge


Am Anfang (1978) war das Bedürfnis nach einem Getränk.

In Frankfurt drängte sich der Apfelwein geradezu als Experimentierfeld auf. Einzige Zutaten: Äpfel und jede Menge Spaß von der Ernte bis zum Genuß.

Bis 1984 entwickelt sich eine stabile 5-köpfige Truppe (1 Frau, 4 Männer), die mit viel Handarbeit und nur der allernotwendigsten Technik ausgestattet, aus dem nichts eine Kelterei aufbaut.

„MATSCH & BREI“ erobert sich ihren Platz.

Herstellung und Vertrieb von Apfelsaft kommen hinzu. Der Unabhängigkeit wegen setzt man auf das Pferd „Direktvermarktung“. Zielgruppen: Endverbraucher bei Veranstaltungen und Märkten, Gastronomie aus zurückliegenden und aktuellen Bewegungszusammenhängen und Naturkostläden.

Gewinne werden zum größten Teil sofort in Produktion und Vertrieb reinvestiert. Die Löhne fallen äußerst gering aus.

Das Festhalten an basisdemokratischen und ökologischen Prinzipien verlangt langen Atem und viel, viel Überzeugungsarbeit. Doch Qualität und Originalität setzen sich durch. Die einmal gewonnenen KundInnen bleiben treu und werben Neue.

In Erntezeiten reichen die eigenen Kräfte nicht aus. Zur Unterstützung kommen Aushilfskräfte, die untereinander regeln, wer, wann, was arbeitet.

Ende 1992 ist ein spürbarer Einschnitt in der Betriebsentwicklung. Von 5 tätigen EigentümerInnen steigen 3 aus. Nach einiger Bedenkzeit wagen die Verbleibenden mit einem Neu-Einsteiger zu dritt, das Unternehmen in die Zukunft zu führen. Abfindungsforderungen sowie der Übergang zur Bilanzierung haben einen außergewöhnlichen Kapitalbedarf zur Folge.

Das Unternehmen wird erweitert auf den Bereich Groß- und Einzelhandel mit europäischen Weinen aus ökologischem Anbau.

Die Sorge um die Umwelt und gleichzeitig um heimische Rohstoffquellen führt zum Zusammenschluß mit engagierten VerbraucherInnen und ExpertInnen zur Arbeitsgemeinschaft Streuobst Hessen. „AStH“.

Im Gefolge bringt MATSCH & BREI einen Bioland-Cidre und einen Bioland-Apfelwein neu auf den Markt.

2001 scheidet der Neu-Einsteiger wieder aus der Firma aus. 2004 stirbt überraschend Petter Rich · die Firma wird vom Gründungsmitglied Reinhard Kuball fortgeführt.

 

Bioland-Zertifikat 

 

Bio-Bescheinigung

 


Chronologie


Unsere Geschichte im Überblick:

 

1977 Beginn der Apfelweinherstellung mit geliehenen Produktionsmitteln.

1980 Fünf FreundInnen bauen im eigenen Bauernhof eine Kelterei auf.

1983 Eintragung ins Handelsregister

1985 Eine gebrauchte Abfüllanlage ermöglicht die wirtschaftliche Abfüllung in Flaschen. Apfelsaft wird in das Angebot aufgenommen. Zur Erntezeit müssen Hilfskräfte angeheuert werden.

1986 Abfüllung in Keg-Fässer. Die Gastronomie kann zufriedenstellender bedient werden.

1987 Die alte Kelteranlage wird durch eine schnellere und die Arbeit erleichternde Anlage ersetzt.

ab 1989 schrittweise Renovierung der betrieblich genutzten Räume in den Denkmal-geschützten Gebäuden.

1992 Gründung der Arbeitsgemeinschaft Streuobst Hessen e.V.

1993 Wechsel in den Eigentümer-Verhältnissen. Erweiterung der Aufgaben um den ökologischen Weinhandel.

1994 Die Anzahl der Eigentümer erhöht sich wieder von zwei auf drei. Eine neue Abfüll-Anlage wird installiert. Der

Einführung der EDV zur Unterstützung von Verwaltung und Organisation.

1995 Die Produkt-Innovation „Matsch’n Dry“ Hessischer Cidre kommt auf den Markt. Erwerb der BIOLAND-Zertifizierung für die Produkte Apfelwein, Apfelsaft und Cidre.

1996 Umwandlung der GbR und Eintragung ins Handelsregister als oHG.

2001 ein Inhaber verlässt die Firma

2004 nach dem plötzlichen Tod von Petter Rich wird die Firma als e.K. weitergeführt

Handel und Vertrieb der Eigenprodutionen und 300 Weine, Säfte, Bionade, Sekt und Bier aus ökologischem Anbau.